Ein Erlebnis, das ich heute kaum noch habe.
»Es gibt Momente, da erkenne ich mich nicht im Spiegel, da seh' ich einen Unbekannten. Immer dann nämlich, wenn da ein lächelndes Gesicht zu sehen ist, eine Person, die nicht zerbrochen scheint.«
Ich weiß noch: Als ich das aufschrieb (2012), ging es mir so lala. Aber an dem Tag (oder dem vorher) scheint es mir gutgegangen zu sein. Und heutzutage habe ich mich daran gewöhnt, daß ich lächle, daß es mir gutgeht (bis auf ganz wenige Momente). Die Sätze sind also nicht mehr aktuell. Das heißt aber nicht, daß meine Krankheit geheilt ist; ich beherrsche den Umgang mit ihr nur viel besser, viel routinierter als früher. Und ich hoffe, das bleibt so. Ich möchte mir nie wieder unbekannt vorkommen
Erinnerung des Tages:
Ich las heute mein Tagebuch aus der Zeit der Tagesklinik; oh, das ist auch schon sehr lang her.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Zufrieden machten mich am 16.10.2026 sehr früher Kaffee, nachmittägliche Ruhe auf meiner Schlafstatt, neue Hosenträger.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


