153.2026: Altersgemäß

Mal so gemeint und mal so gemeint, verschieden angewendet.

 

Heute habe ich ein fast 100 Jahre altes Bettlaken aussortiert, das altersgemäß an einer bestimmten Stelle immer wieder heftig beansprucht und deshalb dort sehr fadenscheinig wurde. Und andere Gegenstände in meinem Haushalt sind hier und da berieben, haben Patina angesetzt: Auch das ist ihrem Alter geschuldet – also ist der Zustand altersgemäß. Ja, einige Sachen in meinem Besitz sind älter als ich. Unter anderem habe ich Aussteuerstücke meiner Großmutter (wie das oben genannte Bettlaken), die irgendwann um 1930 heiratete (ich weiß es wirklich nicht genauer). Wäschestücke heutiger Produktion werden bei allfälliger Nutzung allerdings nie mehr als hundert Jahre halten, oder? (Es wird wohl Premium-Produkte geben, die es schaffen; aber die überwiegende Mehrzahl …) Und auch (einfache) Geräte wie Hand­kaffee­mühlen werden nicht so lange funktionieren wie die, die ich habe: Allesamt vom Anfang der 60er des 20. Jahrhunderts. Alle drei lassen sich noch tadellos nutzen zum Kaffeemahlen. Ob die nach 2000 hergestellten nach 2065 auch noch nutzbar sind? Na klar, bei meinen ist hier und da der Lack ab, Metallteile waren oder sind rostig. Selbst im Holz finden sich Risse, die repariert, also verschlossen wurden. Keramik wird halten, aber Plastegehäuse!?

Falls ich heutzutage gefragt werde, wie es mir geht, wie ich mich fühle, wie es um meine Gesundheit bestellt ist: Ja, dann antworte ich mit meinen 63 Jahren ebenfalls mit dem Wort altersgemäß. Stimmt ja auch. Allerdings hätte ich schon vor Jahr­zehnten anfangen sollen, dieses Wort als Antwort zu nutzen.

Übrigens bezeichne ich auch diverse Fragen und Gedankengänge, mit denen ich derzeit befaßt bin, einfach als altersgemäß. Ob ich wohl in jüngeren Jahren auf die Problematik gestoßen wäre, die ich gestern hier erwähnte? Ich glaube nicht. Es ist für so manches eine altersgemäße Reife, eine altersgemäße Abgeklärtheit, eine altersgemäße fatalistische Attitüde notwendig. Meint ihr nicht auch?

 

Erinnerung des Tages:
Heute sah ich mir wieder einige Kinderfotos von mir an; es sind auf denen einige Personen festgehalten, an die ich micht nicht erinnern kann. Schade.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Zufrieden machten mich am 14.07.2026 ein paar von mir gemachte Fotos, gehörte Worte, Backcamembert am Abend.


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152.2026: Unvorstellbar

Wenn die Menschen eine Fähigkeit verlieren würden.

 

Ich wachte heute auf und hatte einen sehr sonderbaren Gedanken, eine echt irre Frage im Kopf:

Wenn alle Menschen auf einmal und ganz plötzlich, unvorhergesehen die Fähigkeit verlieren würden, Fische und Wirbeltiere zu töten …

Was dann?

Nun, Wurst und Fleisch gäbe es vielleicht noch immer, aber nur von Tieren, die eines „natürlichen” Todes gestorben sind. Ich bin mir nicht sicher, ob das auch bei Fischen möglich wäre. Was ich sehr positiv an dem Gedanken finde: Das Töten von Menschen würde auch aufhören.

Die weitere Ausgestaltung dieser Utopie oder Dystopie überlasse euch allen, jeder und jedem für sich.

 

Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Ich brachte zehn Bücher und eine größere Anzahl an CDs in ein öffentliches Bücherregal.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Zufrieden machten mich am 13.07.2026 einiges Weggeräumtes, ein paar notierte Phantasien, abgeschlossene Vorbereitungen für morgen.


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151.2026: Kühlende Phantasie

Einen Sommernachmittag im Garten genießen.

 

 

Tante Erdmute sitzt im Garten, im Schatten. Es ist heiß, zu heiß für ihren Geschmack. Dennoch will sie draußen sein …

Seit vielen Jahren schon trägt sie keine BHs mehr und hat auch nicht vor, sich wieder damit einzuengen. Aber jetzt, jetzt phantasiert sie von einem solchen Kleidungsstück. In die Körbchen können Kühlpads eingelegt werden, je nach Gusto aus dem Kühlschrank oder aus dem Eisfach. Bei dieser Vorstellung richten sich ihre Brustwarzen auf und sie bekommt eine wohlige Gänsehaut. Und es ist ihr mittlerweile wirklich egal, ob er das bemerkt – ja, sie wünscht sich zuweilen, daß er etwas sieht und sie dann lüstern betrachtet. So kommt es, daß Tante Erdmute jetzt ruft: „Bring mir bitte noch eine Limonade mit Eis und ein Schälchen mit extra Eiswürfeln, ja?” Im Alter wurde und wird sie immer mutiger und frivoler, denkt sie sich und knöpft ihre dünne Bluse ganz auf.

Als er das Gewünschte auf den Tisch neben ihr stellt, sieht er diese Frau sehr interessiert und einen Augenblick zu lange an.

 

 

Erinnerung des Tages:
Es war normal, am FKK-Strand/im FKK-Bereich nackte Menschen zu sehen; und selbst als Pubertierender war man nicht geneigt, nackte Frauen anzustarren …

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Zufrieden machten mich am 12.07.2026 sehr interessante Komunikation und Phantasien am Morgen, pünktliche Züge, die Badewanne zuhause.


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150.2026: In einer Hecke

Ich hatte Zeit, das alles zu beobachten.

 

Es geht lebhaft zu. Denn in der Hecke des Nachbarn sollen nach dessen Aussagen mindestens vier Spatzenpaare Junge ausgebrütet haben. Und die letzten von denen flogen vorgestern aus. Seither flattert es beinahe unaufhörlich in der Hecke und um sie herum. Leise ist es auch nur selten, in der größten Hitze zum Beispiel. Zu allen anderen Zeiten – das kann ich vom Fenster aus gut beobachten – herrscht im Vogelbad Hochbetrieb. Da sind auch junge Amseln dabei und Rotschwänzchen. Für Fotos ist die Stimmung dort zu aufgekratzt, da hält kein Vogel lang genug still dafür.

Spatzen (oder Sperlinge). Fürher waren sie fast eine Plage – wegen ihrer Häufigkeit in den Städten und Dörfern. In meiner kleinen Großstadt sind sie selten geworden. Hier im Dorf gab es auch schon Bedenken, weil eine große Hecke beseitigt werden mußte (Krankheit der Gehölze und Probleme mit der Sicht an einer Kreuzung), in der jahrzehntelang eine erkleckliche Anzahl von Spatzenpaaren brütete. Doch die ehema­ligen Bewohner haben sich offensichtlich recht gut auf die Nachbarschaft verteilt.

Neben den Spatzen mag ich auch Tauben sehr gern. Weder finde ich sie häßlich und/oder unangenehm, noch kann ich sie als Ratten der Lüfte sehen. Allerdings nehme ich mir auch Zeit, sie zu beobachten.

Und dann große Aufregung am Vogelbad: Eine der wenigen Katzen versucht, sich anzuschleichen. Aber sie hat keine Chance, denn alle Vögel fliegen auf und verschwin­den lauthals zeternd in Hecken und Bäumen.

 

Erinnerung des Tages:
Früher gab es hier im Dorf viel mehr Katzen und viel mehr Vögel, dafür hielten weniger Leute Hunde.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Zufrieden machten mich am 11.07.2026 ein Vier-Generationen-Gespräch, Zeit zum Beobachten, Wissen um verborgene Dinge.


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149.2026: Besonderer Tag

Und eine Frage der Gewichtung für mich …

 

Heute vor 23 Jahren trug ich ein besonderes T-Shirt (mit einem darauf gedruckten Spruch). Und jemand sagte zu mir: „Ich will …” Im Vorübergehen, in der Frühstückspause. Zu Mittag gab es ein Gespräch und einen Griff in die Haare. Und seither kennen wir uns. Dreiundzwanzig Jahre mittlerweile. Ganz schön lange, nicht wahr? Und vergessen kann ich dieses Ereignis nicht.

Heute vor 86 Jahren wurde nämlich meine Mutter geboren. Mitten im Krieg. Ich merke ihr das Alter deutlich an (und nicht nur das). Noch immer habe ich als Kind nach ihrer Pfeife zu tanzen wie vor 50 Jahren – und wenn ich das nicht tu, dann steigt das Streßniveau. Unschön, vor allem weil ich nicht aggresiv genug dagegenhalten will oder kann. Andererseits … Wer weiß, wie oft ich sie noch besuchen kann. Also schicke ich mich drein und schlucke so manches Ärgenis hinunter.

Noch denke ich, daß die Mutter Vorrang hat vor allem anderen. Aber wie lange bleibt das noch meine Meinung? Ich habe keine Ahnung …

 

Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Etwa 60 doppelt vorhandene CDs gelöscht

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Zufrieden machten mich am 10.07.2026 geschaffte Arbeit, gelöschte doppelte Daten, leckeres Essen am Abend.


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148.2026: Stichworte

Ja, ich habe welche, kann sie aber grad nicht benutzen.

 

Tse! Das war heute sonderbar. Ich habe mir im Verlauf des Tages mehrere Stichworte notiert und mir will zu keinem einzigen davon eine Textidee kommen? Was ist los? War ich zu abgelenkt heute von der Musik, mit der ich mich beschäftigte (was ich vor ungefähr 30 Jahren am liebsten hörte: Country)? Keine Ahnung. Jedenfalls finde ich auch zu keiner Kombintion davon eine Textidee.

Ihr vielleicht? Da, schaut mal:

  • Brombeerkratzer
  • Gartenberegnung
  • Softeis
  • Sandgrube
  • Dünengras
  • Höhlen-/Stollenluft
  • Backmischung
  • Milchbar

Bei all diesen Begriffen hatte ich wahrscheinlich … Nein, keine Ahnung wie ich auf diese Worte kam. Einfach nur aufgeschrieben – und die Wörter und das, was ich mir zu ihnen dachte, sofort wieder vergessen. Hmpf.

Gab es in den Milchbars in der DDR eigentlich Softeis? Ich kann mich nicht mehr daran erinnern …

 

Erinnerung des Tages:
Jemand, der Mark hieß, wurde auf einem Country-Festival konsequent mit Pfeng (sächsisch-ergebirgisch für Pfennig/Pfennige) angesprochen.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Zufrieden machten mich am 09.07.2026 'ne ganze Semmel zum Frühstück, ein Gang durchs Dorf, eine erleichternde Nachricht.


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147.2026: Randlage

Monolog über eine doppelte solche.

 

 

Bis ins Zentrum ist es schon ein ordentliches Stück, das stimmt. Aber dafür hab ich es hier angenehm ruhig. Jedenfalls immer dann, wenn kein Zug fährt. Außerdem wohne ich schon so lange hier, daß ich die Eisenbahn gar nicht mehr höre, mir fällt eher auf, wenn mal ein Zug fehlt. Und bei den Fahrplanumstellungen ist es auch immer interessant. Da nämlich dauert es immer zwei oder drei Tage, bis sich bei mir wieder alles eingependelt hat. Letztens die Baustelle in Richtung Süden sorgte auch für einige Verwirrung, weil sich die Fahr­zeiten um ungefähr zwölf Minuten verschoben – da war mein Zeitgefühl ziemlich aus dem Takt gekommen. Aber sonst hatte das auf mich keine Auswirkungen, wirklich keine.

Frührer war das hier eine wirklich ruhige Gegend am Rand der Stadt. Bevor der Güterbahnhof erweitert wurde. Nun lebe ich sogar in zweifacher Randlage: an dem der Stadt und an dem vom Güterbahnhof. Umziehen? Nein, das möchte ich nicht mehr, dazu bin ich zu alt. Ich bleibe in meinem Zuhause.

 

 

Erinnerung des Tages:
Ich habe mir heute einen ganzen Stapel Kinderfotos von mir angesehen, alle in schwarz-weiß.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Zufrieden machten mich am 08.07.2026 eine reibungs- und verspätungslose Fahrt, ein paar gelesene Seiten (Jürgen Kuczinsky: Dialog mit meinem Urenkel), Bäckerbrot.


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146.2026: Sterbetag

Keine Sorge: Ich erzähl' nur, wie gut ich damit umgehen kann.

 

Auch nach 31 Jahren muß mich mein Kalender nicht daran erinnern. Es sind drei Ereignisse, die dicht beieinanderliegen: ein Geburtstag, ein Sterbetag, ein Jahrestag. Der Geburtstag kann noch (zum 86. Mal) gefeiert werden, der Jahrestag ist für mich sowieso unvergeßlich – und der Sterbetag mittlerweile nur noch von sanfter Trauer begleitet. Ich weiß tatsächlich nicht mehr, was ich an diesem Tag damals getan habe, wo ich war und wie ich davon erfuhr: In diesem Fall nenne ich das Vergessen wirklich gnädig.

Heute vor 31 Jahren also. Ich denke immer wieder an jenen Menschen, anders geht das meiner Meinung auch nicht. Aber ich kann mir nicht (mehr) vorstellen, wie er heute aussähe, was er wohl machen würde. Das ging nur wenige Jahre. Und das Obduktionsprotokoll habe ich mir auch etwa 20 Jahre nicht mehr angesehen, aber entsorgen möchte ich es noch immer nicht.

 

Ich habe heute über Verluste sinniert. Darüber, wie ich zu unterschiedlichen Zeiten damit umzugehen versuchte. Akzeptieren ist nicht immer einfach, schien manchmal sogar unmöglich. Einige Jahre konnte und mußte ich sie verdrängen, die kleinen und großen Verluste. Heute breche ich nicht mehr sofort in Tränen aus, wenn eines der gewohnten, geliebten Dinge kaputt- oder verlorengeht, und es muß auch nicht alles ersetzt, wiederbeschafft werden. Und als mein Vater nach fünf Jahren Verschwun­den­sein in der Demenz im vorigen Jahr verstarb, da stand ich da und wußte nur ganz kurz nicht, wie es weitergehen sollte.

Und noch etwas hat sich verändert. Ich stelle nämlich immer wieder fest, daß die verlustig gegangenen Dinge oder Menschen nicht immer ein Verlust, sondern sogar eine Erleichterung sein können. Das gilt insbesondere für Menschen, die sich einfach so aus meinem Leben geschlichen haben …

Der, der vor 31 Jahren verstarb, der gehörte aber nicht zu jener Art Menschen.

 

Erinnerung des Tages:
Siehe oben: die an meinen Sohn und an meinen Vater.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Zufrieden machten mich am 07.07.2026 ein paar Nuggets aus der Heifri, ein selbstgemachter Gurkensalat, eine besondere Viertelstunde.


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145.2026: Glockenschlag

Ich liebe es, die Uhrzeit hören zu können.

 

 

   Grauwolkenhimmel
   Ein Turm strebt ihm entgegen
   Die Glocke schlägt Zwei

Ein Senryū.

 

 

Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Die Reste eines Notebooks brachte ich zum Elektroschrott.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Zufrieden machten mich am 06.07.2026 erledigte Einkäufe, aussortierte CDs, gehörte sechseinhalb Stunden Alabama.


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144.2026: Gedankensalat

An der Portionsgröße arbeite ich noch.

 

Es geht nicht nur um das Ziel, das ich habe; für mich ist der Weg dahin, der, auf dem ich genau dieses Ziel erreichen möchte, etwas, das ich für mich passend gestalten muß. Vor allem sind mir dabei die Geschwindigkeit und der Zeitpunkt wichtig: Es geschah schon, daß ich zurückschreckte, weil ich etwas viel zu schnell, für mich viel zu früh erreichte.

 

Ich habe mindestens noch einen Wunsch, den ich mir in meinem Leben erfüllen möchte. Aber ich weiß nicht, wie ich den auf eine akzeptable Art und Weise formulieren und mit seiner Verwirklichung beginnen kann. Da sind viele Unwägbarkeiten, Wenns und Abers … Allerdings denke ich nicht mehr, daß mir das ja überhaupt nicht zusteht: Diesen Denkfehler habe ich bereits überwunden. Und formuliert ist er auch, der Wunsch, nur nicht akzeptabel formuliert, nicht akzeptabel für andere Menschen … Aber ist es nicht auch falsch festzulegen, was für Andere akzeptabel ist?

 

Ein Katzentier. Auch etwas, das ich gern hätte. Aber in einer Einzimmerwohnung im neunten Stock? Und an den Wochenden bin ich immer mal wieder unterwegs, für mehrere Tage, und es gibt niemanden, der das Tier in der Zeit versorgen kann. Nein, es wäre unverantwortlich. Also bin ich weiterhin bemüht, jede Fellnase, die ich treffe, wenigstens kurz zu kraulen (die Hundeleinenhalter frage ich natürlich vorher, und ich respektiere es, wenn ein Tier nicht will). Es ist ein Überbleibsel aus meiner Kindheit, Jugend und aus der Zeit als junger Erwachsener (1973 bis etwa 1992), denn da waren immer Vögel, Katzen oder Hunde in der Familie. Und die Nymphensittiche, die ich hier hatte, gab ich aus den genannten Gründen in einen großen Schwarm in einer großen Voliere …

 

Was wäre, wenn ein Mensch wirklich wüßte, wann genau er sterben wird? Auf Tag und Stunde genau? — Ich würde mein Verhalten, mein Leben ganz sicher verändern; aber wie genau kann ich nicht sagen, nicht ahnen und auch nicht abschätzen.

 

Noch immer suche ich nach dem Fundstück: Ein Geldbeutel, aus dem ich alle sechs Stunden 40 Euro nehmen kann, nein: muß, die ich aber bis zum nächsten Entnahmezeitpunkt aufgebraucht haben muß. Schaffe ich das nicht, endet der Geldsegen sofort. Eine Dystopie, oder?

 

Es herrscht … Nein, es ist kein Chaos in meinem Kopf, nur ein kleines Durcheinander. Eine Art Gemischter Salat mit Knoblauchdressing oder Honig-Senf-Soße. Lecker jedenfalls, allerdings eine sicher zu große Portion.

 

Heute weggegeben bzw. entsorgt:
So einiges Altpapier brachte ich in den Container.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Zufrieden machten mich am 05.07.2026 das aussortierte Papier, die zweistündige Runde durch die Stadt, die Zeit in der Badewanne.


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