Und ich befürchte, das ist nicht die richtige Reaktion.
Ja, es gibt Themen, zu denen sage ich seit Jahren nichts mehr, kein einziges Wort. Denn jedes einzelne wäre vergebliche Liebesmüh. Da gibt es Unumstößliches, Unbelehrbare, und ja: mittlerweile auch (scheinbar) Unsagbares. Das Schweigen breitet sich – so scheint es – dennoch nicht aus, denn da ist immer Lärm aus bestimmten Bereichen der Politik, und über die vielen Ablenkungsmanöver sprechen viel zu viele Medien und Menschen.
Das Blogsystem erinnert mich seit einigen Tagen an meine am jeweiligen Tag vor Jahren veröffentlichten Beiträge. Deshalb fiel mir auf, daß ich zu manchem eben nichts mehr veröffentliche. Am Wochenende verließ ich (auch wieder) Gesprächsrunden, in denen für mein Empfinden zu heftig geschwurbelt wurde. Da sage ich nichts mehr, da möchte ich nichts mehr hören. Da gehe ich wirklich seit langem schon nur noch kopfschüttelnd weg.
Ich weiß, daß das nicht der „richtige” Weg, nicht das „richtige” Verhalten ist. Denn sollte ich nicht aufstehen und dagegenhalten, wenn ich es schon nicht mit Taten kann, dann doch wenigstens mit Worten?
Mal sehen, was mir die Erinnerungen an meine Beiträge noch bringen werden.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
© 2026 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

