Und dennoch beschäftigt mich diese Frage immer wieder.
Was würdest Du sofort in Angriff nehmen, wenn Du nicht scheitern könntest?
Diese Frage! Mir begegnete sie vor Jahren völlig unerwartet; und bis heute fand ich noch keine einzige Antwort darauf. Allerdings nicht, weil ich keine Ideen, keine Wünsche hätt. Sondern weil ich bei jeder Antwort auch immer Phasen, Punkte, Schritte finde, an denen ich scheitern könnte … Eine Antwort auf diese Frage ist somit für mich, so scheint es, nur hypothetisch möglich.
Ich nehme an, daß das – die Annahme, daß alles scheitern muß – erlerntes Verhalten ist. Vielleicht nicht gerade aus meiner Kinder- und Jugendzeit, aber doch ab einem ganz bestimmten Zeitpunkt, zu dem sich eigentlich meine Möglichkeiten und Freiheiten wesentlich erweitert haben sollten. Kann sein, daß vorher meine Phantasien nicht so ausgeprägt waren, weil mir mein Leben sicherer und erwartbarer erschien. Doch wenn ich ehrlich bin, dann weiß ich das (noch) nicht sicher. Ich muß mich damit noch weiter beschäftigen. Und vielleicht entdecke ich dabei ja etwas, das ich sofort in Angriff nehme (obwohl ich dabei scheitern könnte oder zumindest das Ziel nicht mehr erreichen kann). Ich mach mich dann mal auf die Suche …
(Einmal mehr etwas aus meinem Denkicht. Kompliziert, nicht wahr? Und: Hat jemand von euch sofort eine Antwort auf die sonderbare Frage?)
Erinnerung des Tages:
Einmal in der Woche war bei der NVA Duschen befohlen: im Keller, Massendusche, die Wassertemperatur nicht wirklich einstellbar. Keine angenehme Erinnerung.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Zufrieden machten mich am 20.09.2026 drei gegessene Äpfel, zwei Kannen Tee, Zeit und Muße zum Denken.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


